20 Jahre Phenom Desktop SEM: Zwei Jahrzehnte, in denen Elektronenmikroskopie für alle zugänglich gemacht wurde

20 Jahre Phenom Desktop SEM: Zwei Jahrzehnte, in denen Elektronenmikroskopie für alle zugänglich gemacht wurde

Jahrzehntelang galt die Rasterelektronenmikroskopie (REM) als Spezialtechnologie, die nur erfahrenen Anwendern, zentralen Mikroskopiezentren und Organisationen mit umfangreicher Infrastruktur und großem Budget vorbehalten war.

Herkömmliche REM-Standgeräte lieferten zwar eine außergewöhnliche Bildqualität, erforderten jedoch oft spezielle Laborräume, hochqualifiziertes Personal, aufwendige Wartung und erhebliche Investitionen. Für viele Industrielabore, Forschungsgruppen, Qualitätskontrollabteilungen und Bildungseinrichtungen blieb der routinemäßige Zugang zur Elektronenmikroskopie daher begrenzt.

Das änderte sich 2006 mit der Einführung des ersten Phenom-Tisch-REM – was als ehrgeiziges technisches Konzept begann, entwickelte sich schnell zu einer der wichtigsten Innovationen in der modernen Elektronenmikroskopie und trug dazu bei, die REM-Technologie für Labore auf der ganzen Welt zugänglich zu machen.

Heute, 20 Jahre später, werden die Thermo Scientific™ Phenom™ Desktop-REM-Systeme weltweit in den Bereichen Materialwissenschaft, Metallurgie, Batterieforschung, additive Fertigung, Pharmazie, Elektronik, Bildung, Fehleranalyse und industrielle Qualitätskontrolle eingesetzt.

Die Vision hinter Phenom: aufgebaut auf einem Erbe der Innovation

Die Geschichte des Phenom Desktop-REM hat ihre Wurzeln in der langjährigen Tradition der Elektronenmikroskopie bei Philips, einem der Pioniere der Entwicklung der Elektronenmikroskopie, die bis in die 1940er Jahre zurückreicht.

Philips gehörte zu den Pionieren der Elektronenmikroskopie, mit einer Expertise, die bis in die 1940er-Jahre zurückreicht.

Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus eines der weltweit angesehensten Entwicklungsprogramme für Elektronenmikroskopie. Diese Expertise wurde später Teil der FEI Company, die das Mikroskopiegeschäft von Philips übernahm und die Grenzen der Bildgebungstechnologie weiter verschob.

Innerhalb von FEI entstand eine mutige Idee:
Was wäre, wenn REM so intuitiv und zugänglich werden könnte wie die optische Mikroskopie?

Das war damals ein radikaler Gedanke. Die Entwicklung eines kompakten Tisch-Rasterelektronenmikroskops mit überzeugender analytischer Leistungsfähigkeit erforderte ein grundlegendes Überdenken der Gerätearchitektur, der Automatisierung, der Benutzerfreundlichkeit und der Integration in Arbeitsabläufe.

Das Ergebnis war die Markteinführung des ersten Phenom-Tisch-Rasterelektronenmikroskops im Jahr 2006.

Die Geburt des „REM für alle“

Das ursprüngliche Phenom war mehr als ein kompaktes REM. Es führte eine völlig neue Philosophie der SEM-Bedienbarkeit und Zugänglichkeit ein.

Statt für erfahrene Mikroskopiker entwickelt zu werden, wurde es für Walk-up-Usability konzipiert: schnelles Probenladen, rasche Vakuumzyklen, Touchscreen-Bedienung, automatisierte Bildgebung und intuitive Navigation. In vielerlei Hinsicht verwandelte es REM von einem Spezialwerkzeug in ein analytisches Instrument für den Alltag.

Das Konzept der „Demokratisierung des REM“ bewies schnell seinen Wert.

Warum ist das Desktop-Rasterelektronenmikroskop so beliebt?

Die Desktop-Elektronenmikroskopie (REM) hat sich in den letzten Jahrzehnten erheblich weiterentwickelt. Seit die ersten kompakten Desktop-Elektronenmikroskope 2006/2007 auf den Markt kamen, haben sich diese Geräte zu leistungsstarken Allround-Werkzeugen entwickelt und sind in Tausenden von Laboren weltweit im Einsatz.

Entdecken Sie, warum

Zum ersten Mal konnten viele Organisationen die Rasterelektronenmikroskopie  und die Elementanalyse direkt im eigenen Haus durchführen, anstatt die mikroskopischen Arbeiten an externe Einrichtungen auszulagern.

Universitäten führten die Elektronenmikroskopie in ihren Lehrlabors ein. Industrielle Anwender integrierten die REM direkt in ihre Produktions- und Qualitätssicherungsabläufe. Forscher erhielten einen schnelleren Zugang zu Bildgebung und Analyse.

Die REM war nicht mehr auf spezialisierte Mikroskopiezentren beschränkt.

Kontinuierliche Weiterentwicklung über Generationen hinweg

In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat sich Phenom vom disruptiven Neuling zum Maßstab im Desktop-REM entwickelt.

Jede Generation brachte die Plattform in Bezug auf Geschwindigkeit, Auflösung, Automatisierung und anwendungsspezifische Leistungsfähigkeit weiter voran.

Phenom Pro-Serie: Leistung trifft Zugänglichkeit

Die Phenom Pro-Linie wurde zur Kernplattform für die routinemäßige REM-Bildgebung und -Analyse.

Von frühen Generationen bis zu den heutigen Systemen Phenom Pro G7 und Phenom ProX G7 entwickelte sich die Serie kontinuierlich weiter — bei Bildauflösung, Detektorempfindlichkeit, Vergrößerungsbereich und integrierter Elementanalyse. Die heutigen Systeme erreichen eine Auflösung von <6 nm bei Vergrößerungen von bis zu 350.000x und bieten Fähigkeiten, die man sich früher bei Desktop-Instrumenten kaum vorstellen konnte.

Die Phenom Pro-Serie etablierte den idealen Mittelweg zwischen Benutzerfreundlichkeit und analytischer Tiefe.

Phenom XL: Erweiterung der Desktop-Grenzen

Die Einführung der Phenom XL-Linie bewies, dass „Desktop“ nicht gleichbedeutend mit geringer Probenkapazität sein muss.

Mit Unterstützung für Proben bis zu 100 x 100 mm eröffnete die Phenom XL-Serie Desktop-REM-Workflows für völlig neue Anwendungen:

  • Metallurgie
  • Batterieanalyse
  • Additive Fertigung
  • Elektronik
  • Technische Sauberkeitsanalyse
  • Fehleranalyse

Die neuesten Systeme Thermo Scientific Phenom XL G3 treiben dies noch weiter voran und kombinieren großformatiges Probenhandling mit hohem Bilddurchsatz und für Automatisierung vorbereiteten Workflows.

Phenom Pharos: Desktop trifft auf FEG-Leistung

Einer der bedeutendsten Meilensteine in der Entwicklung von Desktop-Rasterelektronenmikroskopen war die Einführung der Phenom-Pharos-Plattform.

Durch die Integration der Field Emission Gun (FEG)-Technologie in eine Desktop-Plattform überschritt Phenom eine Grenze, die viele ausschließlich den “Stand alone“-Großgeräten vorbehalten sahen.

Mit einer Auflösung von <2 nm liefert das Phenom Pharos G2 echte hochauflösende Nanostruktur-Bildgebung und bewahrt zugleich die Einfachheit und Zugänglichkeit, die die Plattform auszeichnen. Damit schlägt es effektiv die Brücke zwischen Desktop-Komfort und FEG-REM-Leistung auf Forschungsniveau.

Das ist eine beachtliche ingenieurtechnische Leistung.

Thermo-Fisher-Phenom_Pharos

Die einzigartigen Verkaufsargumente, die den Markt verändert haben

Über alle Generationen hinweg beruhte der Erfolg von Phenom auf einigen unverwechselbaren Differenzierungsmerkmalen:

Geschwindigkeit – Schnelle Bildaufnahme

Phenom-Systeme verkürzten die Rüstzeiten für die Bildaufnahme erheblich, sodass Anwender innerhalb von Sekunden statt Minuten vom Einlegen der Probe zur Bildaufnahme übergehen können.

Benutzerfreundlichkeit

Intuitive Software und automatisierte Arbeitsabläufe machten die Elektronenmikroskopie einem viel breiteren Anwenderkreis zugänglich.

Minimale Infrastrukturanforderungen

Im Gegensatz zu vielen herkömmlichen REM-Systemen erfordern Phenom-Desktop-REM oft keinen speziellen Mikroskopieraum oder eine umfangreiche Infrastruktur.

Integrierte EDX- und Software-Workflows

Die integrierte Elementanalyse und die Workflow-Automatisierung vereinfachten die routinemäßige REM-Analyse.

Kompakte Stellfläche

Elektronenmikroskopie, die dort hineinpasst, wo Anwender tatsächlich arbeiten.

Niedrige Gesamtbetriebskosten

Macht ein internes REM für deutlich mehr Organisationen realistisch.

Genau diese Vorteile erklären, warum sich Desktop-REM von einer Nischenkuriosität zu einer unverzichtbaren Labortechnologie entwickelt hat.

8 Faktoren, die Sie beim Kauf eines Rasterelektronenmikroskops (REM) beachten sollten

Die Wahl des richtigen REM für Ihre spezifischen Bedürfnisse kann angesichts der Vielzahl an verfügbaren Optionen eine Herausforderung sein. In diesem Artikel gehen wir auf die wichtigsten Faktoren ein, die Sie bei dieser wichtigen Investition berücksichtigen sollten.

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„Was ich in der Entwicklung des Phenom Desktop REM erlebt habe, ist eine echte Beschleunigung der Innovation. Wir haben sowohl die Bildgebungs- als auch die Analyseleistung auf ein neues Niveau gehoben, um die realen Anforderungen unserer Anwender noch besser zu erfüllen. Und mit einer spannenden Roadmap werden wir weiter neu definieren, was Anwender von einem Desktop-System erwarten können.“
— Marcel van de Put, Sr. Product Marketing Manager bei Thermo Fisher Scientific:

Wo Phenom heute steht

Heute nimmt Phenom in der Elektronenmikroskopie eine einzigartige Position ein.

Es ist nicht länger einfach nur „das kleine REM“.

Es ist eine ausgereifte analytische Plattform, die konventionelle bodenstehende Systeme ergänzt — und ihnen in vielen Workflows ebenbürtig ist.

Für Routineanalysen, Qualitätskontrolle, Ausbildung, Fehleranalyse, Partikelcharakterisierung und schnelles Materialscreening bietet Desktop-REM oft die ideale Balance aus Geschwindigkeit, Leistungsfähigkeit und betrieblicher Einfachheit.

Gleichzeitig dominieren hochspezialisierte bodenstehende Systeme weiterhin dort, wo Flexibilität beim Ultrahochvakuum, fortschrittliche Detektoren, extreme analytische Komplexität oder Forschung an der Subnanometer-Grenze gefragt sind.

Phenom hat das “Stand-alone” REM nicht ersetzt.

Es hat neu definiert, was Anwender von zugänglicher Elektronenmikroskopie erwarten sollten.

Automatisierung: Die ParticleX-Revolution

Eine der spannendsten Entwicklungen war der Aufstieg automatisierungsgetriebener Workflows wie ParticleX.

Anwendungsorientierte Lösungen für Batteriematerialien, additive Fertigung, technische Sauberkeit und Stahleinschlussanalyse verwandeln das Mikroskop in einen automatisierten Analyse-Motor. Statt lediglich Bilder aufzunehmen, kann das System nun klassifizieren, quantifizieren, Ausreißer erkennen und statistisch belastbare Datensätze mit minimalem Eingreifen des Bedieners erzeugen.

Das markiert einen grundlegenden Wandel:

Phenom demokratisiert nicht länger nur die Bildgebung.
Es demokratisiert automatisierte Analytik in der Elektronenmikroskopie.

„Mit unseren erweiterten Bildgebungs- und Analyselösungen erleben wir weiterhin jedes Mal den ‚Wow‘-Effekt, wenn ein Kunde eines unserer Demo-Labore besucht. Der kontinuierliche Einsatz des Anwendungsteams, die Bedürfnisse und Herausforderungen der Kunden zu verstehen, hat unser Lösungsportfolio erheblich verbreitert. Es ist bemerkenswert, daran zu denken, dass wir vor 20 Jahren mit einer einfachen ‚One-Button‘-Bildgebungslösung begonnen haben — und dass dieselbe Einfachheit bis heute erhalten geblieben ist, nun jedoch im Hintergrund von fortschrittlicher Bildgebung, Analytik und Automatisierung getragen wird.“
— Karl Kersten, Manager Application Development SEM bei Thermo Fisher Scientific

Automatisieren Sie Ihre manuellen, sich wiederholenden Prozesse

Verlieren Sie Zeit mit der Aufnahme von REM-Bildern? Sind Datenerfassung und -analyse mühsam? Die Suche nach dem einen defekten Partikel gehört zwar zum Arbeitsalltag, doch die Durchführung bei Hunderten von Proben kann mühsam und zeitaufwendig sein.

Durch die Automatisierung von Routineprozessen erhalten Sie schnelle und präzise Ergebnisse, die Ihre Effizienz steigern und das Risiko menschlicher Fehler reduzieren.

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Die Zukunft der Desktop-Elektronenmikroskopie

Zwanzig Jahre nach seiner Einführung entwickelt sich Phenom weiter.

Höhere Auflösung. Intelligentere Automatisierung. Anwendungsspezifische Intelligenz. Zunehmende Softwareintegration. Erweiterte KI-gestützte Workflows.

Wenn die vergangenen zwei Jahrzehnte etwas gezeigt haben, dann dies: Die Plattform ist nie stehen geblieben.

Was 2006 als ambitioniertes Experiment begann, ist zu einer der erfolgreichsten Innovationen der modernen Elektronenmikroskopie geworden — und beweist, dass größere Zugänglichkeit zu fortschrittlicher Technologie keine Kompromisse erfordert.

Einen wesentlichen Beitrag zum weltweiten Erfolg und kontinuierlichen Wachstum der Phenom Desktop REM in den vergangenen 20 Jahren leistete zudem die enge Zusammenarbeit zwischen Thermo Fisher Scientific und seinen langjährigen Vertriebspartnern in Europa. Unternehmen wie Benelux Scientific in Belgien und den Niederlanden, Schaefer Scientific in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südosteuropa sowie France Scientifique in Frankreich haben dazu beigetragen, die Phenom-Technologie durch lokale Applikationsexpertise, technischen Support, Kundenschulungen und langfristige Kundenbeziehungen näher an die Anwender zu bringen.

Durch die Kombination aus erstklassiger Mikroskopie-Innovation und starker regionaler Präsenz sowie fundiertem Applikationswissen haben diese Partnerschaften maßgeblich dazu beigetragen, Desktop-Elektronenmikroskopie für Forschung, Industrie, Qualitätskontrolle und Ausbildung in ganz Europa zugänglicher zu machen.

Das Thermo Scientific™ Phenom™ Desktop REM steht heute als Symbol dafür, was geschieht, wenn erstklassige Mikroskopie-Expertise auf eine einfache, aber kraftvolle Idee trifft:

Elektronenmikroskopie sollte nicht Spezialisten vorbehalten sein. Sie sollte für jedes Labor erreichbar sein.

Und wenn man die Entwicklung betrachtet, liegen die spannendsten Kapitel noch vor uns.

20 Jahre Phenom Desktop REM feiern — Jubiläums-Trade-in-Kampagne

Zur Feier von 20 Jahren Phenom-Innovation starten Thermo Fisher Scientific und lokale Vertriebspartner außerdem eine spezielle Jubiläums-Trade-In-Kampagne 2026.

Labore, die ihr REM-System im Jahr 2026 aufrüsten, können Folgendes erhalten:

  • Bis zu 20 % Trade-in-Rabatt
  • Kostenlose Installation und Schulung
  • 2 Jahre Garantie
  • Zusätzliche Gutscheinvorteile über Vertriebspartner

Die Kampagne umfasst die neueste Konfiguration des Phenom XL G3 Desktop SEM mit integrierter ChemiSEM-Technologie und erweiterten analytischen Funktionen.

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